4.8. Weltwährungsverein

International valuta association (Iva). - Union universal de cambio.

Ähnlich wie in einem System kommunizierender Röhren der Stand des Wassers nach jeder Störung von selbst auf die gleiche Höhe zurückfällt, so wird in den Staaten, die ihr nationales Geldwesen der Iva-Valutanote angeschlossen haben, der allgemeine Preisstand der Waren überall auf gleicher Höhe bleiben, bzw. selbsttätig nach jeder Störung dahin zurückstreben, sofern nur in jedem dieser Staaten die nationale Währungspolitik auf die absolute Währung eingestellt wird.

Verstößt ein Land gegen die Grundsätze der absoluten Währung und achtet nicht genügend auf die Warnungszeichen - Aus- und Einfuhr von Valutanoten - so kann es vorkommen, daß das Land mit Valutanoten überschwemmt wird (Vereinigte Staaten) oder, daß die Valutanoten völlig aus dem Lande verdrängt werden (England). An der Überschwemmung durch Valutanoten hat aber kein Land Interesse, des Zinses wegen, den das Land an den Valutanoten verliert; die völlige Verdrängung der Valutanoten kann einem Land aber noch weniger gleichgültig sein, des Agios wegen, das dann auftritt und sich sehr unliebsam im Handel bemerkbar macht. Das mit "Deutschland" bezeichnete Gefäß zeigt den normalen Zustand. Die untere Ausbuchtung, die die einströmenden Valutanoten aufnimmt - der Kleinverkehr - ist zur Hälfte gefüllt. Sie kann noch mehr Noten aufnehmen, aber auch welche abgeben. In dem mit "Frankreich" bezeichneten Gefäß dagegen ist der Behälter für die Valutanoten überfüllt. Durch eine kräftige Dosis nationalen Geldes wird dieser Überschuß bald abgestoßen sein, wie auch umgekehrt - Fig. "England" - das Agio durch Rückfluß von Valutanoten schnell beseitigt sein wird, wenn - wie es geschieht - der Überschuß an nationalem Gelds. den Ablaßhahn - zurückgezogen wird.

Zum besseren Verständnis dieser Vorgänge verweise ich auf den vorangehenden Abschnitt - Der Bankmann - und auf die figürliche Darstellung der Handelsbilanz daselbst.


(1) Als "Absolute Währung" bezeichnet Dr. Th. Christen in seinen Schriften den Zustand des Gleichgewichts zwischen Angebot von Geld und Angebot von Waren, der sich als Folge einer dahin zielenden aktiven Währungepolitik einstellt.

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A better world?NWOSilvio Gesell: Die natürliche WirtschaftsordnungVierter Teil4.8. Der Weltwährungsverein (Internationale Valuta-Assoziation)